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Ein antivirales und immunstärkendes Naturheilmittel: die Zistrose

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Wer sich nicht impfen lassen möchte mit einem der gegen Covid eingesetzten neuartigen Impfstoffe, die sich bisher nur in der Notzulassung befinden und deren Nebenwirkungen und Langzeitwirkungen erst jetzt im Laufe der Massenimpfungen erfasst werden, der möchte im Fall einer Erkrankung natürlich trotzdem eine wirksame Behandlung erfahren. Hierzu gibt es erfolgreiche schulmedizinische Ansätze, von denen wir in unserem Artikel Wirksame Medikamente gegen Covid-19 aus der täglichen Praxis bereits berichtet haben.

Aber wussten Sie auch, dass es Pflanzen gibt, die eine antivirale Wirkung haben? Und dass ihr Einsatz in der (unterstützenden) Behandlung von viralen Infektionen kaum bis keine Nebenwirkungen hat?

Tatsächlich gibt es Naturheilmittel, deren Wirkstoffe Viren am Einnisten auf den Schleimhäuten hindern können. Das heißt zwar nicht, dass sie eine Covid-Erkrankung zwingend verhindern können, aber sie zeigen im Zellversuch breite antivirale Aktivitäten und unterstützen das Immunsystem in der Abwehr. Leider gibt es nicht viele Studien hierzu, da diese viel Geld kosten und Naturstoffe nicht patentierbar sind. Patente sorgen jedoch dafür, dass der Hersteller viel Geld verdienen kann. Daher bestehen kaum Anreize, Studien über Naturheilmittel in Auftrag zu geben. Dennoch können Erfahrungsberichte bezeugen, dass Thymian, Propolis oder die Kapuzinerkresse bei viralen Erkrankungen der oberen Atemwege gute Heilwirkungen aufweisen. 

Ein ganz besonderes Naturheilmittel, mit dem sehr gute Erfahrungen bei Erkrankungen der oberen Atemwege gemacht wurden und zu dem es auch Studien zur Wirkungsweise gibt, möchten wir Ihnen nun vorstellen.

Die Zistrose

Die Zistrose (Cistus) wächst im Mittelmeerraum und ist ein kleiner Busch, der bei Trockenheit seine Blütenblätter einrollt und so monatelange Dürren überdauern kann. Bereits im Altertum wurde die Heilkraft der Zistrose zur Behandlung von Hautkrankheiten und zur besseren Wundheilung eingesetzt. Es gibt 20 verschiedene Zistrosenarten, von denen Cistus incanus wohl die bekannteste ist. Aber auch Cistus albidus, Cistus monspeliensis, Cistus laurifolia, Cistus creticus haben Heilwirkungen, die durch Erfahrungsberichte und auch einige Studien bestätigt werden.

Neben ätherischen Ölen (Cineol, Limonen und Eugenol) und Tanninen (Gerbstoffen) finden sich in der Zistrose Polyphenole, darunter 12 wichtige Flavonoide wie Apigenin, Kaempferol, Naringenin, Quercitrin und ihre Derivate sowie Gallussäure und Ellagsäure. Diese Kombination erklärt dann auch das breite Wirkspektrum der Pflanze.

Die Gerbsäure in Zistrose wirkt adstringierend und antientzündlich. Zistroseabsude können erfolgreich bei Hautproblemen wie Akne und sogar Neurodermitis eingesetzt werden. Der Juckreiz klingt ab und die Entzündungen können heilen. 

Zistrose ist erfolgreich bei Borreliose eingesetzt worden. In einer Selbsthilfegruppe wurde berichtet, dass Gelenkschmerzen mit der Einnahme von Zistroseextrakt nachließen. Cistus tötet scheinbar die Borelliose-Bakterien ab. 

Zistrose wirkt durch den hohen Polyphenolanteil antioxidativ (der Anteil soll  3 x höher als bei Grüntee und 4 x höher als bei Vitamin C liegen). Antioxidantien schalten freie Radikale aus, die für oxidativen Stress im Körper sorgen können, der wiederum die Grundlage für Krankheiten bildet. So hemmen die Polyphenole zum Beispiel die Lipidperoxidation (das ist die Schädigung von Fetten durch freie Radikale. Sie kann bei Lipiden in der Zellmembran zur Zellschädigung führen). 

Aber so richtig interessant wird die Wirkung der Zistrose zu Covid19-Zeiten. Denn die Polyphenole verhindern das Anhaften von Viren an die Wirtszelle, was zum Beispiel in einer Studie über die Wirkung des Labdanums (Harz der Zistrose) bei Dengue-Virus-Erkrankungen nachgewiesen wurde.[1]

Eine Studie[2] von 2020 des Instituts für Allgemeinmedizin der Universität zu Lübeck unter Leitung von Prof. Dr. med. Jens-Martin Träger nahm die guten Erfahrungen im Gebrauch von Zistroseextrakten beim Einsatz von Atemwegserkrankungen zum Anlass, die Wirkung der Zistrose auf SARS-Cov2 zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass das Cystus Pandalis Extrakt insbesondere das Virenwachstum von SARS-Cov2 massiv hemmt.

Cystus Pandalis® -Extrakt hemmt das Viruswachstum von SARS-CoV-2 in einem Zellkultur-invitro-Modell. Bemerkenswert ist, dass dieser Effekt auf die Wachstumshemmung bei einem EC50 von nur 1,94 µg/ml gegen SARS-CoV-2 beobachtet wurde, was auf eine noch größere Wirksamkeit als gegen alle anderen bisher getesteten Viren hinweist. Bei Influenza-A-Viren war die EC50 mehr als 10-mal höher (Ø 25,12 µg/ml), in einigen Fällen sogar 40-mal höher (76,22 µg/ml) [11]. Auch bei HIV-1 (Ø 9,08 µg/ml), HIV-2 (14,05 µg/ml), Ebola-Virus (5,2 µg/ml) und Marburg-Virus (4,7 µg/ml) war die EC50 ebenfalls höher .

Da sich die erste Abwehrfront des Immunsystems von Atemwegsinfektionen im Mund-Rachenraum befindet, ist die Anwendung der Zistrose zur Prophylaxe denkbar einfach: Lutschbonbons mit Zistroseextrakt lutschen oder das Gurgeln mit Zistrosetee können dabei helfen, dass die Viren nicht an die Wirtszellen andocken und sich vermehren können. 

Fazit

Bereits in unserem Artikel über orthomolekulare Medizin konnten wir aufweisen, dass es möglich ist, das Immunsystem eigenverantwortlich zu stärken und so im Falle einer Covid-19-Infektion die Krankheit mit nur milden Symptomen zu durchlaufen oder erst gar nicht krank zu werden. 

Denn vorbeugen ist immer noch besser als heilen

Zur Erinnerung ein paar wichtige Punkte in Sachen Prophylaxe und Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes:

  • Hände regelmäßig waschen;
  • Viel Bewegung an der frischen Luft, (Wald-) Luft einatmen, Sport treiben;
  • Stets für eine gute Raumluft sorgen: gesunde Nasenschleimhäute können ihrer natürlichen Barrierefunktion gegen Keime besser nachkommen;
  • Atemübungen: tiefe, bewusste Atemübungen trainieren die Kraft der Lungen und sorgen für Entspannung;
  • Viel trinken: sollte ein Virus sich zufällig im Mund/Rachenraum verirrt haben, so wird es durch Vieltrinken runtergespült; die Magensäfte zerstören das Virus;
  • Gesunde, frische lokale und saisonale Lebensmittel bevorzugen und auf zu viel Zucker, sowie tierische Proteine aus Massenhierhaltung verzichten;
  • Mit Vitamin D, Vitamin C, Zink supplementieren; 
  • Nasenduschen mit einer Salzlösung;
  • Aromatherapie; 
  • Kapuzinerkresse (antivirale, keimtötende Wirkung durch die enthaltenen Senföle) – schmeckt hervorragend in Salat;
  • Die Darmflora (der Darm ist Sitz des Immunsystems) pflegen durch Pre- und Probiotika. Das Mikrobiom wird häufig als eigenes Organ bezeichnet. Ein gesunder Darm stärkt das Immunsystem.
  • Rachensprays mit Propolis, Eukalyptus, Thymian und Zistrose
  • Und schließlich: Tees und Lutschbonbons mit Zistrosenextrakt. Banal und wirksam.

Mit der Zistrose steht uns ein erprobtes Naturheilmittel zur Verfügung, dessen Wirkung in Studien nachgewiesen wurde und welches das Zeug dazu hat, Covid19 bereits im Anfangsstadium in Schach zu halten oder einzudämmen.


[1] https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0378874118345331

[2] https://drjabs.org/wp-content/uploads/2020/12/Traeder_JM_Cystus_Pandalis_bei_Coronainfektion.pdf

https://stopcovid19.today/wp-content/uploads/2021/02/CSL-PREVENTION-THERAPEUTIQUE.pdf